{"id":174,"date":"2013-04-03T14:50:00","date_gmt":"2013-04-03T12:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wspassau.de\/sonstiges\/100jahre\/?page_id=174"},"modified":"2013-09-22T11:24:27","modified_gmt":"2013-09-22T09:24:27","slug":"schulleiter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wspassau.de\/sonstiges\/100jahre\/grusworte\/schulleiter\/","title":{"rendered":"Schulleiter"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.wspassau.de\/sonstiges\/100jahre\/grusworte\/schulleiter\/schoenbuchner\/\" rel=\"attachment wp-att-1057\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1057 alignleft\" alt=\"Schoenbuchner\" src=\"http:\/\/www.wspassau.de\/sonstiges\/100jahre\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Schoenbuchner.jpg\" width=\"160\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.wspassau.de\/sonstiges\/100jahre\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Schoenbuchner.jpg 1280w, https:\/\/www.wspassau.de\/sonstiges\/100jahre\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Schoenbuchner-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wspassau.de\/sonstiges\/100jahre\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Schoenbuchner-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/><\/a><br \/>\nGru\u00dfwort des Schulleiters<a href=\"http:\/\/www.wspassau.de\/sonstiges\/100jahre\/grusworte\/schulleiter\/schoenbuchner\/\" rel=\"attachment wp-att-1057\"><br \/>\n<\/a><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Dieter Sch\u00f6nbuchner<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine durch viele Erfahrungen gepr\u00e4gte Vergangenheit ist ein wertvolles Fundament f\u00fcr eine erfolgreiche Zukunft. Eine Aussage, die auf die Staatliche Wirtschaftsschule Passau voll zutrifft, denn sie besteht nunmehr seit 100 Jahren.<\/p>\n<p>Am 31.07.1913 beschlie\u00dft der Stadtmagistrat Passau die Gr\u00fcndung einer einj\u00e4hrigen \u201eSt\u00e4dtischen Handelsvorschule Passau\u201c. Die Zustimmung der Gemeindebevollm\u00e4chtigten erfolgt am 13.08.1913, sodass der Unterricht am 16.09.1913 in einem Anbau der Nikolaschule mit zun\u00e4chst 34 Sch\u00fclern beginnen kann. Diese Neugr\u00fcndung ist vorrangig der Initiative des Oberlehrers Wilhelm Leidl und des B\u00fcrgermeisters Josef Muggenthaler zu verdanken. Zielsetzung war die Vermittlung einer eingehenden und umfassenden kaufm\u00e4nnischen Vorbildung. Eine Zielsetzung, die f\u00fcr die Staatliche Wirtschaftsschule Passau auch im Jahre 2013 noch volle G\u00fcltigkeit besitzt.<\/p>\n<p>Es schlie\u00dft sich eine Entwicklung an, die durchaus als einmalige \u201eErfolgsstory\u201c bezeichnet werden kann. Schnell kommt der \u00dcbergang zur zweistufigen, dann zur dreistufigen Handelsschule, 1931 durfte die Schule schlie\u00dflich die mittlere Reife verleihen. Das Einzugsgebiet umfasst nunmehr ganz S\u00fcdostbayern und das angrenzende \u00d6sterreich. Die laufend steigenden Sch\u00fclerzahlen sprechen f\u00fcr die Notwendigkeit dieser Schulart. 1940 entschlie\u00dft man sich den Namen \u201eWirtschaftsaufbauschule\u201c anzunehmen, vierstufig wird die Schule 1961, eine zweij\u00e4hrige Berufsfachschule wird erst im Jahre 2000 angegliedert.<\/p>\n<p>Bevor 1966 der Freistaat Bayern die Tr\u00e4gerschaft \u00fcbernahm, war die Stadt Passau f\u00fcr die Schule verantwortlich. Als Sachaufwandstr\u00e4ger steht die Stadt Passau auch heute noch in dieser Tradition. Ihre Verdienste f\u00fcr die Passauer Wirtschaftsschule bed\u00fcrfen einer ganz besonderen W\u00fcrdigung.<\/p>\n<p>1971 werden auch M\u00e4dchen aufgenommen, eine l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Reform, wie die kommenden Jahre mit stark steigenden Anmeldungen von Sch\u00fclerinnen zeigen. 1974 wird in Verbindung mit der Wirtschaftsschule eine Staatliche Berufsoberschule errichtet, die allerdings an diesem Standort 1998 wieder erlischt.<\/p>\n<p>Mit Recht kann gesagt werden, dass die Staatliche Wirtschaftsschule Passau eine alte, aber sehr moderne Passauer Traditionsschule ist, aus der viele Karrieren in Wirtschaft, Verwaltung und Politik hervorgegangen sind. Erfolge, auf die die Schule sowie die Stadt Passau anl\u00e4sslich des 100j\u00e4hrigen Schuljubil\u00e4ums stolz sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Neben der Vorbereitung auf ein Berufsleben in Wirtschaft und Verwaltung war die Vermittlung einer fundierten Allgemeinbildung immer ein besonderes Anliegen. Dadurch r\u00fcckt neben der beruflichen Qualifizierung die Pers\u00f6nlichkeitsbildung in den Mittelpunkt der p\u00e4dagogischen Bem\u00fchungen. Eine Dualit\u00e4t, die sich insgesamt auf die Entwicklung und den pers\u00f6nlichen Werdegang der anvertrauten Kinder und Jugendlichen sehr positiv auswirkt. Dies wird klar ersichtlich anhand der vielen positiven Berufs- und Lebenswege unserer Absolventinnen und Absolventen in den vergangenen Jahrzehnten. Dokumentiert wird dies in unserer digitalen Festschrift durch die verschiedenen Beitr\u00e4ge von ehemaligen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern.<\/p>\n<p>Neben diesem individuellen Aspekt darf kurz der gesamtgesellschaftliche angesprochen werden, der durch die Aussage des Auto-Pioniers Henry Ford gut verdeutlicht wird: \u201eDie Wettbewerbsf\u00e4higkeit eines Landes beginnt nicht in der Fabrik oder im Labor, sie beginnt in den Klassenzimmern\u201c. Eine Feststellung, die auf alle Schularten zutrifft, besonders jedoch auf berufliche Schulen. In diesem Sinne hat die Staatliche Wirtschaftsschule Passau in den vergangenen 100 Jahren ihren Beitrag f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unserer Wirtschaft und somit f\u00fcr Wohlstand und sozialen Frieden in unserer Gesellschaft geleistet.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung einer beruflich orientierten Schule vor 100 Jahren, die zus\u00e4tzlich einen mittleren Bildungsabschluss erm\u00f6glicht, zeigt den Weitblick der damaligen Initiatoren, denn der berufliche Bildungsweg hat sich in den letzten Jahren zu einem beachtlichen Erfolgsmodell entwickelt. So gehen nicht wenige unserer Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler den Weg \u00fcber die berufliche Oberschule mit anschlie\u00dfendem Studium.<\/p>\n<p>Nach dem \u00dcbergang von einer einj\u00e4hrigen zu einer letztlich vier- und zweij\u00e4hrigen Beschulung, nach Unterbringung in neun verschiedenen Geb\u00e4uden und nach wiederholten Namens\u00e4nderungen pr\u00e4sentiert sich die Wirtschaftsschule Passau heute als eine zeitgem\u00e4\u00dfe Schule mit ganz eigenem Profil. Neben der kaufm\u00e4nnischen und allgemeinbildenden Orientierung kann sie, nunmehr seit \u00fcber 40 Jahren, auf wichtige Erfahrungen im DV-Unterricht zur\u00fcckgreifen. Als Referenzschule f\u00fcr Medienbildung erfolgt seit Kurzem eine zus\u00e4tzliche Kompetenzerweiterung in diesem zukunftsorientierten Bereich. Ein weiteres positives Beispiel stellt das Projekt \u201e\u00d6konomische Verbraucherbildung\u201c dar.<\/p>\n<p>Die Toleranz und Weltoffenheit der Schule findet sich in einer Zertifizierung als \u201eSchule ohne Rassismus\u201c wieder. Seit nunmehr 23 Jahren besteht des Weiteren eine wertvolle Schulpartnerschaft mit dem italienischen Istituto Tecnico Commerciale S. Ceccato in Montecchio Maggiore. Bedingt durch die demographische Entwicklung nehmen die Sch\u00fclerzahlen, auch an den Wirtschaftsschulen, ab.<br \/>\nNeue Anforderungen in den kaufm\u00e4nnischen Berufen sind bei der systematischen Weiterentwicklung der Schule sowie der t\u00e4glichen p\u00e4dagogischen Arbeit zu ber\u00fccksichtigen. Eine qualit\u00e4tsorientierte Bildungsarbeit ist die beste Antwort auf den hieraus resultierenden Wettbewerbsdruck.<\/p>\n<p>Insbesondere durch die Einf\u00fchrung von QmbS (Qualit\u00e4tsmanagement an beruflichen Schulen in Bayern) an unserer Schule wird dem entsprochen. Dies wird erg\u00e4nzt durch eine Orientierung an Kompetenzen und damit einer \u00dcberarbeitung der Lehrpl\u00e4ne mit deutlichen Verbesserungen, z.B. im Bereich der Textverarbeitung und der \u00dcbungsfirma, vor allem aber im Fach Mathematik. Dieses Fach soll verbindlich eingef\u00fchrt und auf diese Weise die Durchl\u00e4ssigkeit zur Beruflichen Oberschule erh\u00f6ht werden. Dadurch erfolgt insgesamt eine \u00d6ffnung und in der Folge eine Neupositionierung hinsichtlich beruflicher und gesellschaftlicher Ver\u00e4nderungen. Dies ist grunds\u00e4tzlich zu begr\u00fc\u00dfen und als Chance zu sehen, durch erh\u00f6hte Attraktivit\u00e4t auch weiterhin das Fortbestehen dieser erfolgreichen Schulart zu sichern.<\/p>\n<p>In unserer wechselvollen Geschichte wurden wir begleitet von wirtschaftlichen und politischen Gremien, von den Repr\u00e4sentanten der Stadt Passau, von der Regierung von Niederbayern und dem Kultusministerium. Wir fanden verst\u00e4ndnisvolle Verantwortliche, die uns unterst\u00fctzten und sich f\u00fcr unsere Belange einsetzten. Daf\u00fcr unser herzliches Dankesch\u00f6n.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend gilt ein besonderer Dank all den Eltern, den Kolleginnen und Kollegen und den vielen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, die durch ihr Vertrauen, ihr Engagement und ihren Flei\u00df dazu beigetragen haben, dass die Staatliche Wirtschaftsschule Passau in der Vergangenheit sowie heute ihren Bildungsauftrag erfolgreich in die Tat umsetzen konnte und kann.<br \/>\nDies l\u00e4sst uns mit Optimismus und Zuversicht in die Zukunft blicken.<\/p>\n<p>Dieter Sch\u00f6nbuchner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gru\u00dfwort des Schulleiters Dieter Sch\u00f6nbuchner &nbsp; Eine durch viele Erfahrungen gepr\u00e4gte Vergangenheit ist ein wertvolles Fundament f\u00fcr eine erfolgreiche Zukunft. 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