Schüler setzen auf Handarbeit, Wissen und Fantasie
Bunte Papierbahnen, die sich meterlang vom Geländer herabrollen, prägen derzeit das Bild im Schulgebäude. Was auf den ersten Blick wie eine Kunstinstallation wirkt, entpuppt sich als besonderes Unterrichtsprojekt: Schülerinnen und Schüler haben sogenannte Leserollen gestaltet – handschriftliche Arbeiten, die Sachwissen, Kreativität und Eigenleistung miteinander verbinden.
Im Rahmen des Deutsch-Projekts bestand die Aufgabe darin, rund zehn Seiten zu einem vorgegebenen Thema handschriftlich zu füllen. Neben fundierten inhaltlichen Informationen spielte auch die kreative Gestaltung eine zentrale Rolle. Zeichnungen, Farben, persönliche Schwerpunkte und individuelle Strukturen machten jede Leserolle zu einem Unikat.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Entstanden sind beeindruckende Arbeiten, die sowohl inhaltlich als auch gestalterisch überzeugen.

Mit diesem Projekt beschäftigten sich die Abschlussklassen 10a und 11b. Die Lehrerinnen Frau Mayer und Frau Windorfer verfolgten damit ein klares pädagogisches Ziel: Eigenständiges Arbeiten fördern und bewusste Alternativen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz aufzeigen. Durch das handschriftliche Schreiben, Recherchieren und Gestalten wird der Lernprozess für die Schülerinnen und Schüler greifbarer und nachhaltiger. Gleichzeitig lernen sie, Wissen kreativ aufzubereiten und Verantwortung für die eigene Arbeit zu übernehmen.

Die Leserollen zeigen eindrucksvoll, dass Lernen auch im digitalen Zeitalter analog, kreativ und persönlich sein kann – und dass echte Auseinandersetzung mit einem Thema durch keine KI ersetzt werden kann.
Melanie Windorfer
