5-stufige WS

Ab dem Schuljahr 2020/2021 können wir Schülerinnen und Schüler ab der 6. Klasse (nach der 5. Jahrgangsstufe Mittelschule/Realschule) auf die Mittlerne Reife vorbereiten.

Der Übertritt erfolgt in die Jahrgangsstufe 6 der Wirtschaftsschule, d. h. im Anschluss an die so genannte Gelenkklasse. Der Schwerpunkt des Unterrichts in Jahrgangsstufe 6 liegt dabei auf der Förderung der Schülerinnen und Schüler im sprachlichen Bereich sowie in Mathematik, um möglichst gute Grundlagen für einen Erfolg versprechenden Besuch der Wirtschaftsschule zu schaffen.

Die 6. Klasse richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler der Mittelschule, der Realschule und des Gymnasiums aus Jahrgangsstufe 5 (Gelenkklasse), die mit dem Profil der Wirtschaftsschule ihr individuelles Bildungsziel erreichen möchte

Stundentafel für den Schulversuch „Wirtschaftsschule ab Jahrgangsstufe 6“

FachStunden
Religionslehre/Ethik2
Deutsch7
Englisch6
Mathematik7
Geschichte/Sozialkunde2
Natur und Technik2
Musisch-ästhetische Bildung2
Sport2 + 2
Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle
Übungsunternehmen
Wirtschaftsgeographie
Informationsverarbeitung
Gesamt   30 + 2

Aufnahmevoraussetzungen für die fünfstufige Form (Klassen 6 bis 10)

➢ Höchstalter: am 30. Juni des Eintrittsjahres ist das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet

➢ eine mit Erfolg abgeschlossene 5. Jahrgangsstufe der Mittelschule, der Realschule oder des Gymnasiums

➢ die SuS müssen den Anforderungen entsprechen, die sich aus dem Bildungsauftrag der Wirtschaftsschule ergeben – die Entscheidung hierüber trifft die Schulleitung der Wirtschaftsschule

➢ ein Probeunterricht findet nicht statt

Presseberichte

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Quelle: Passauer Neue Presse vom 27.02.2019

Hier die Pressemitteilung des KM:

PM 018/2019: „Wir stärken die Wirtschaftsschule“ – Kultusminister Piazolo zur neuen 6. Jahrgangsstufe


MÜNCHEN. Bayerns Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo freut sich, dass sein Vorstoß zur Einführung einer 6. Jahrgangsstufe an der Wirtschaftsschule als Regelangebot zum Schuljahr 2020/2021 heute vom Bayerischen Ministerrat beschlossen worden ist.

Mit der Entscheidung, die Wirtschaftsschule auszubauen, ist das Ziel verbunden, die berufliche Bildung und im Besonderen die Wirtschaftsschule weiter zu stärken. „Damit schaffen wir die Rahmenbedingungen in unserem erfolgreichen differenzierten Schulwesen, um junge Menschen künftig noch besser auf die beruflichen Herausforderungen von morgen vorzubereiten“, betont Piazolo.

Auch Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) sieht in der Ausweitung der Wirtschaftsschule ein wegweisendes Signal: „Die Wirtschaftsschule liefert einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Als berufsvorbereitende Schule vermittelt sie den jungen Menschen wesentliche ökonomische und kaufmännische Kompetenzen und fördert das Verständnis der Schülerinnen und Schüler für wirtschaftliche Zusammenhänge.“

Eine vertiefte ökonomische Grundbildung macht das besondere Profil der Wirtschaftsschule aus, die bundesweit zu einem anerkannten mittleren Schulabschluss führt: Hier erlernen die Schülerinnen und Schüler die lebens- und berufspraktischen Kompetenzen, um auf private und berufliche Problemstellungen angemessen und flexibel reagieren zu können sowie diese eigenständig zu lösen. Die Nähe zur betrieblichen Praxis fördert das unternehmerische Denken und schult den ganzheitlichen Blick. Damit bereitet die Wirtschaftsschule passgenau auf eine Berufsausbildung im Bereich Wirtschaft und Verwaltung vor. Zudem eröffnet sie durch mathematisch-naturwissenschaftliche Lehrplaninhalte den Zugang zu technischen Berufen in Industrie und Handwerk und ebnet darüber hinaus den Weg zum Besuch weiterführender Schulen wie der Fachoberschule.

Ausbau des bewährten Modells

„Es ist sinnvoll und richtig, ein Projekt, das sich im Modellversuch bewährt hat, auch beizubehalten und zu erweitern“, erklärt Michael Piazolo. Der Bayerische Landtag hatte Ende 2012 die Grundlage für den Schulversuch „Wirtschaftsschule ab Jahrgangsstufe 6“ geschaffen. Als Projekt der Stiftung Bildungspakt Bayern starteten 5 Schulen zum Schuljahr 2013/2014. Das kommende Schuljahr 2019/2020 dient dazu, die notwendigen Rahmenbedingungen für eine dauerhafte Einführung der Wirtschaftsschule ab der 6. Klasse zu schaffen. Der laufende Schulversuch wird deshalb um 1 Jahr verlängert und um folgende Standorte erweitert:

Staatliche Wirtschaftsschule Freising
Staatliches Berufliches Schulzentrum Weiden II
Staatliche Wirtschaftsschule Hof
Staatliche Wirtschaftsschule Gunzenhausen
Städtische Wirtschaftsschule Fürth, Hans-Böckler-Schule
Wirtschaftsschule des Zweckverbandes Berufliche Schulen Bad Wörishofen
Staatliche Wirtschaftsschule Nördlingen
Staatliche Wirtschaftsschule Memmingen
Staatliche Wirtschaftsschule Landshut
Private Wirtschaftsschule Bayreuth
Private Wirtschaftsschule Lichtenfels
Private Wirtschaftsschule Pelzl Schweinfurt
Private Wirtschaftsschule Müller Würzburg
Private Wirtschaftsschule Breitschaft Regensburg

Ab dem Schuljahr 2020/2021 können dann alle interessierten Wirtschaftsschulen die Jahrgangsstufe 6 einrichten.

Günther Schuster, Pressesprecher, 089 2186-2729
Daniel Otto, Sprecher, 089 2186-2866

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Bayerisches Staatsministerium für
Unterricht und Kultus
Pressestelle
Salvatorstr. 2   –   80333 München
Tel: 089/2186-2106   –   Fax: 089/2186-2881
E-Mail: presse@stmuk.bayern.de
www.km.bayern.de


Gemeinsam die Wirtschaftsschule fördern

Eine Schulart in Bewegung: An den bayerischen Wirtschaftsschulen wird es ab dem neuen Schuljahr 2020/21 flächendeckend eine 6. Jahrgangsstufe geben. Diese und weitere Entwicklungen besprachen Vertreter der Direktoren- sowie der Landeselternvereinigung der Wirtschaftsschulen mit Staatssekretärin Anna Stolz.

Staatssekretärin Anna Stolz (li.) tauschte sich mit Ilona Brunner (Vorsitzende der Landeselternvereinigung der Wirtschaftsschulen; Mi.) und Elmar Tittes (Vorsitzender der Direktorenvereinigung der Bayerischen Wirtschaftsschulen) aus

Die Wirtschaftsschule zeichnet sich durch eine vertiefte ökonomische Grundbildung aus und auch die Nähe zur beruflichen Praxis ist eines ihrer Markenzeichen. Staatssekretärin Anna Stolz diskutierte in einem Gespräch in München mit Ilona Brunner, der Vorsitzenden der Landeselternvereinigung der Wirtschaftsschulen, sowie mit Elmar Tittes, Vorsitzender der Direktorenvereinigung der Bayerischen Wirtschaftsschulen, über aktuelle Entwicklungen an dieser Schulart.

Dabei ging es unter anderem um den aktuellen Sachstand bei der Einführung der Wirtschaftsschule ab der 6. Jahrgangsstufe sowie damit zusammenhängende Aspekte wie etwa die Aufnahmebedingungen oder mögliche Auswirkungen auf andere Schularten. Zudem wurden beispielsweise das Unterrichtsfach „Übungsunternehmen“, das ein besonderes Element der Wirtschaftsschule darstellt, besprochen. Staatssekretärin Anna Stolz bedankte sich bei Ilona Brunner und Elmar Tittes als Vertreter ihrer jeweiligen Verbände und betonte: „Erst das Zusammenwirken der gesamten Schulfamilie kann Schulen gezielt und gewinnbringend weiterentwickeln. Ich danke den Vertretern der Eltern und der Direktoren der Wirtschaftsschulen in Bayern für ihren konstruktiven und engagierten Einsatz, mit dem sie sich für ihre Schulart stark machen und freue mich auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit!“ https://www.km.bayern.de/lehrer/meldung/6493/gemeinsam-die-wirtschaftsschule-foerdern.html

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