Private Handynutzung

Smartphones gehören zur Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler – der Umgang damit will gelernt sein! Und deswegen haben wir uns für den Modellversuch beworben und sind seit dem Schuljahr 2018/19 eine von 135 Schulen, die am Modellversuch „Private Handynutzung“ beteiligt ist.

Die teilnehmenden Schulen können im Rahmen des Schulversuchs ab dem Schuljahr 2018/2019 schulinterne Regeln in Abstimmung mit dem Schulforum bzw. Berufsschulbeirat aufstellen, die die private Handynutzung in der Schule beispielsweise zeitlich, räumlich oder auch altersspezifisch differenziert regeln.

„Im Schulterschluss mit Schulleitern, Lehrern, Eltern und Schülern und unter wissenschaftlicher Begleitung wollen wir so Möglichkeiten ausloten, um neben der pädagogischen Nutzung von Handys im Unterricht auch dem Wunsch nach einem privaten Gebrauch von Smartphones im Schulalltag zu entsprechen“

so der ehemalige Kultusminister Bernd Sibler. 

„Wir haben uns einen Fahrplan überlegt“, so Schulleiter Robert Lindner. „Gemeinsam mit Schüler- und Elternvertretern werden wir uns auf den Weg machen“. In diversen Gesprächen mit Schülern, Eltern und Lehrkräften wurden die verschiedenen Wünsche abgefragt und eine Nutzungsordnung zur privaten Handynutzung erstellt. In der Zeit nach den Osterferien wurde diese dann im Schulhaus umgesetzt. Nach den Pfingstferien wurden die neuen Regelungen auf ihre Alltagsverträglichkeit evaluiert. Anpassungen wurden eingearbeitet und zum neuen Schuljahr 2019/20 arbeiten wir mit der modifizierten Fassung weiter.

Wissenschaftlich begleitet werden wir vom ISB Bayern, mit Informationsveranstaltungen, einer Internetplattform und wissenschaftlichen Fragebögen werden die Ergebnisse erfasst und ausgewertet.

Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler noch intensiver im Bereich der Mediennutzung begleiten, als wir das schon in der Vergangenheit gemacht haben. Die Teilnahme am aktuellen Modellversuch ist für uns die logische Konsequenz aus dem Modellversuch „Referenzschule Medienbildung“ und ein weiterer Schritt, die Medienkompetenz zu fördern.

Durch eine aktive, lebensnahe Mediennutzung möchten wir unsere Schülerinnen und Schüler stark im Umgang mit Medien machen. Unsere Jugendlichen sollen einen selbstbestimmten, verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit (digitalen) Medien lernen.

Und: Wenn wir am Ende des Modellversuches feststellen, dass es nicht nur angenehmer, sondern auch kommunikativer und höflicher ist, das Smartphone auch einmal auszuschalten, dann haben wir vielleicht sogar etwas ganz Unerwartetes gelernt.