Bildungschance Handschrift

Das Thema Digitalisierung ist in aller Munde. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass es ein viel zentraleres und vielfach vergessenes Thema im Bereich Schule gibt, nämlich die tagtäglich verwendete HANDSCHRIFT! Die Schüler fertigen Aufsätze, Hefteinträge, Stegreifaufgaben und Schulaufgaben mit der Hand an. Dabei ist es unerlässlich, eine gut lesbare Schrift zu haben, was leider nicht mehr selbstverständlich ist.

Vor diesem Hintergrund fand nun in den 8. Klassen im Deutschunterricht von Fr. Ponkratz und Frau Rieger in Zusammenarbeit mit dem Schreibmotorik Institut e.V. das Projekt „Bildungschance Handschrift“, einem Projekt der Aktion Handschreiben 2020, statt. Dieses Projekt umfasst einen Text mit Aufgaben in 3 Schwierigkeitsstufen. Dabei setzten sich die Schüler mit der Thematik intensiv auseinander, insbesondere mit den Vor- und Nachteilen des Tippens bzw. Handschreibens. Als Endprodukt erstellten sie in Gruppen Plakate, welche der restlichen Klasse vorgestellt wurden und im Schulhaus aushängen.

Klar, auf den ersten Blick scheint das Tippen am PC oder Handy einfacher, schneller und praktischer. Das Handschreiben hingegen ist eine anspruchsvolle Tätigkeit. Aber genau dies ist der Vorteil. Die Schreibbewegungen laufen automatisch ab und sind vorausgeplant, d.h. man muss erst überlegen und dann schreiben. Das Schreiben hilft also beim Denken und steigert somit auch die Merkfähigkeit. Wichtig ist dabei allerdings auch ein geordnetes, sauberes Aufschreiben der Informationen. Wer eine gute und flüssige Handschrift besitzt, kann dadurch sogar seine Rechtschreibung verbessern und leichter eigene Texte verfassen.

Im Zuge der Digitalisierung können natürlich auch hier die digitalen Medien eingesetzt werden, und zwar in Form von digitalen Stiften, wobei allerdings ebenfalls eine gute Handschrift unersetzlich bleibt und weiter gefördert werden muss.

Susanne Ponkratz