
Internationale Begegnung mit Jugendlichen aus vielen Donauländern. (Bild: K. Melchinger)
Als einzige Schule aus Bayern nahm die Staatliche Wirtschaftsschule Passau vom 02.07. bis zum 08.07.2026 mit vier Schülerinnen am internationalen Donaujugendcamp 2026 in Ulm teil. Zwei Schülerinnen engagierten sich im Rahmen der Ausbildung zu Jungen Donaubotschafterinnen, zwei weitere vertraten die Schule im Donau-Online-Projekt. Gemeinsam mit rund 90 Jugendlichen aus zahlreichen Donauländern erlebten sie eine abwechslungsreiche Woche voller Begegnungen, Kreativität und europäischem Austausch.
Das Camp stand ganz im Zeichen des Miteinanders. Nach dem Kennenlernen und ersten internationalen Begegnungen konnten sich die Jugendlichen entsprechend ihren Interessen einen Workshop auswählen. Zur Auswahl standen unter anderem Musik, Tanz, Schauspiel, Schreibwerkstatt und Bühnenbild. In intensiver Workshoparbeit entstanden über mehrere Tage hinweg unter Anleitung von professionellen Workshopleitern kreative Beiträge, die von den Jugendlichen gemeinsam entwickelt und umgesetzt wurden.
Theaterstück „Und einen zwischen uns die Donau“
Den krönenden Abschluss bildete eine beeindruckende gemeinsame Aufführung unter dem Titel „Und einend zwischen uns die Donau“. Dabei wurden die Ergebnisse aller Workshops zu einem großen Theaterstück zusammengeführt. Musik, Tanz, Schauspiel, Texte und das gestaltete Bühnenbild griffen ineinander und machten deutlich, wie die Donau Menschen, Kulturen und Länder verbindet. Die Aufführung begeisterte das Publikum auf der Bühne des Donaufestes in Ulm und war ein eindrucksvolles Symbol für europäische Zusammenarbeit.

Abschlusspräsentation beim Donaujugendcamp (Bild: K. Melchinger)
Hier der Link zum Video des Theaterstücks: Donaufest 2026 – Donaujugendcamp – „Und einend zwischen uns die Donau“ – Abschlussperformance
Neben der kreativen Projektarbeit kam auch das Freizeitprogramm nicht zu kurz. Bei einer Stadtführung durch Ulm lernten die Teilnehmerinnen die Donaustadt kennen. Für viel Teamgeist sorgte das gemeinsame Drachenbootfahren auf der Donau. Ein weiterer Höhepunkt war der Tanzabend, bei dem traditionelle ungarische Tänze gemeinsam erlernt wurden.

Teamgeist beim Drachenbootfahren auf der Donau (Bild: K. Melchinger)
Gesprächsrunde der Donaubotschafter mit Dr. Bernd Fabritius
Besonders spannend war für die beiden Donaubotschafterinnen die Gesprächsrunde mit Dr. Bernd Fabrizius, in der dieser von seiner Arbeit als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten berichtete. Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, ihre eigenen Fragen vorzubringen. Sie erhielten ehrliche, persönliche Antworten.

Gesprächsrunde der Donaubotschafter mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, 2. v. links (Bild: K. Melchinger)
Urkunden für die Donaubotschafterinnen Emma H. und Melissa H.
Ein weiterer besonderer Moment war die Präsentation der Eigenleistungen der Donaubotschafter sowie die feierliche Überreichung der Urkunden zum Abschluss der Ausbildung zur Jungen Donaubotschafterin. Damit wurden sie offiziell in das Netzwerk der Jungen Donaubotschafterinnen aufgenommen und vertreten künftig die Interessen junger Menschen im Donauraum.

Auszeichnung der Donaubotschafterin Emma H. (Bild: K. Melchinger)

Auszeichnung der Donaubotschafterin Melissa H. (Bild: K. Melchinger)
Abschlusspräsentation Projekt Donau_Online: „Demokratie – Made in Europe!“
Ein weiterer Höhepunkt des Donaujugendcamps war die Abschlusspräsentation des internationalen Projekts „Donau Online“. Zwei Schülerinnen der Staatlichen Wirtschaftsschule Passau präsentierten gemeinsam mit ihren Projektpartnerinnen und Projektpartnern aus Belgrad (Serbien) die Ergebnisse ihrer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Im Rahmen des Projekts erstellten sie gemeinsam ein Video über Inklusion mit dem Titel „Ein Platz für alle“
Die deutsch-serbische Projektgruppe setzte sich dabei mit unterschiedlichen Perspektiven auf Inklusion auseinander. Das Ergebnis ihrer Arbeit kann auf der Homepage www.donau-online-projekt.de der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg betrachtet werden.
Projektergebnisse 2026 (Video: Ein Platz für alle. Belgrad und Passau)
Die Abschlusspräsentation machte deutlich, dass Inklusion keine Aufgabe einzelner Länder ist, sondern ein gemeinsames europäisches Anliegen. Gleichzeitig zeigte das Projekt eindrucksvoll, wie junge Menschen aus verschiedenen Nationen durch Zusammenarbeit und Offenheit voneinander lernen können.
Für die Schülerinnen der Wirtschaftsschule Passau war die Präsentation zugleich der gelungene Abschluss einer monatelangen internationalen Zusammenarbeit und eine wertvolle Erfahrung, die eindrucksvoll zeigte, wie europäische Projekte Brücken zwischen Menschen und Kulturen bauen.

Abschlusspräsentation Donau_Online, Team Belgrad-Passau (Bild: K. Melchinger)
Fazit:
Die Teilnahme am Donaujugendcamp war für alle vier Schülerinnen eine außergewöhnliche Erfahrung. In dieser Woche knüpften sie internationale Freundschaften und sammelten wertvolle Erfahrungen im interkulturellen Austausch. Gleichzeitig repräsentierten sie die Staatliche Wirtschaftsschule Passau mit großem Engagement.
Die Schulfamilie ist stolz darauf, dass die Wirtschaftsschule Passau als einzige bayerische Schule Teil dieses internationalen Jugendcamps war. Die Teilnahme unterstreicht einmal mehr das Engagement der Schule für Europa und Demokratiebildung. Das Donaujugendcamp hat gezeigt: Die Donau verbindet nicht nur Länder – sie verbindet vor allem Menschen.
