Tatort Internet

„Starke Kinder brauchen starke Eltern“

Die Staatliche Wirtschaftsschule lud interessierte Eltern und Erziehungsberichtigte der Wirtschaftsschule sowie der benachbarten Dreiflüsse Realschule zu einem gemeinsamen Informationsabend in die schuleigene Mensa „kostbar“ ein.  Thema des Vortrages des medienpädagogisch-informationstechnischen Beraters Martin Fritz, der zugleich auch an der Staatlichen Wirtschaftsschule unterrichtet, war „Tatort Internet – Starke Kinder brauchen starke Eltern“.

Auf unterhaltsame Weise klärte der Referent über die Gefahren des Internets auf und zeigte Möglichkeiten, wie Eltern ihre Kinder mit Smartphone, Tablet und PC möglichst sicher ins WorldWideWeb entlassen können. Konkret wurde auf die Gefahren und rechtlichen Konsequenzen von Cybermobbing und Cybergrooming hingewiesen und wie Eltern reagieren sollten, wenn ihr Kind mit unangemessenen Inhalten in Kontakt kommt. Dabei betonte der Referent immer wieder, dass in solchen Fällen das elterliche Verständnis für die Kinder das Allerwichtigste sei, da Kinder und Jugendliche die Gefahren im Netz häufig unterschätzten, auf die Inhalte nicht vorbereitet seien und dadurch oft auch nicht wüssten, wie sie damit umgehen sollen. Des Weiteren wurden grundsätzliche Verhaltensregeln im Netz erläutert sowie Empfehlungen für Einstellungen von Hard- und Software gegeben, um die Benutzersicherheit zu erhöhen. Zudem wurden Apps und Mechanismen vorgestellt, welche die Nutzung von Smartphone und Tablet regulieren helfen. Unumgänglich sei es für Eltern, so der Referent, hinsichtlich der Mediennutzung als Vorbilder zu fungieren und ihre Kinder vor negativen Trends zu bewahren bzw. darin zu bestärken, dass man nicht alle Trends mitmachen soll und muss. Da eine ständige elterliche Kontrolle gerade Jugendlicher im Netz schwierig ist, müsse zumindest ein aktiver und vertrauensvoller Austausch im Elternhaus stattfinden, um nachvollziehen zu können, was die Kinder im Netz machen und mit welchen Inhalten sie in Kontakt kommen. Denn, und das betonte Martin Fritz immer wieder, das Internet vergisst nichts und jeder einzelne von uns hinterlässt durch die Nutzung dauerhaft nachverfolgbare Spuren im Netz. Und gerade unbedachte Bilder und Posts können hinsichtlich einer Bewerbung und dem Einstieg ins Berufsleben für unsere Kinder problematisch werden. Im Anschluss an den zweistündigen Vortrag wurde der rege Austausch zwischen dem Referenten und den Zuhörern noch fortgeführt.

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