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Datenverarbeitung

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Technische Revolution in Sachen Büroarbeit: Datenverarbeitung

Die Einführung des Faches Datenverarbeitung im Jahr 1991 führte zu einer weiteren Profilierung. Hier leistete die Wirtschaftsschule Pionierarbeit im Vergleich zu anderen Schulen und war denen (lt. StD Gustav Huber) „immer eine Nasenlänge voraus“. Gemäß dem Lehrplan werden die Schüler in diesem Fach systematisch an einen Bereich herangeführt, der in zunehmendem Maße in das private und berufliche Leben hineinwirkt, das Verhalten der Menschen und ihre Beziehungen zueinander prägt und verändert. Die punktuellen Erfahrungen, welche die Schüler bereits in anderen Fächern wie Textverarbeitung, Wirtschaftsmathematik und Rechnungswesen und in ihrem privaten Bereich im Umgang mit dem Computer gesammelt haben, werden aufgegriffen und systematisch aufbereitet. Auch hier vollzog sich der Wandel sehr rasch und die anfänglich riesigen Maschinen wurden dank der Technik immer kleiner, jedoch leistungsfähiger.

Computer_Ulrich

Neuentwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie müssen immer berücksichtigt werden. So wurde die Wirtschaftsschule 1972 mit Installierung der ersten Nixdorf-Anlage (Magnetkontencomputer) zur Bundesmodellschule ernannt. Es folgte 1977 das System Dietz, das neben einer zentralen Stelle mehrere Arbeitsplätze auswies. Eine dieser großen Platten hatte 10 MB Kapazität. Im Vergleich dazu hat heute ein USB-Stick ca. 4-32 GB (1GB = 1024 MB, dies entspricht ca. 300.000 DIN A4 Seiten).

Als nächste Anlage im Jahr 1989 folgte ein 50.000,00 DM teurer Server mit 8 Arbeitsplätzen. Er stellte den Vorläufer zum Personalcomputer dar. Kurz darauf verwendete man die eigentlichen PCs mit Betriebssystem Windows NT. Die Programmiersprachen wie Basic und Pascal erfuhren eine Umstellung auf die in der Praxis üblichen Anwendungsprogramme: Excel (Tabellenkalkulation), Power-Point (Präsentationen) und Access (Datenbank). Heute steht jedem Schüler bzw. jeder Schülerin ein Einzelarbeitsplatz mit Netzanbindung zur Verfügung.

Das Schuljahr 2014/15 wird mit der Neustrukturierung der bayerischen Wirtschaftsschulen einen großen Wandel mit sich bringen. Die Fächer Textverarbeitung und Datenverarbeitung werden zum Fach „Informationsverarbeitung“ verschmolzen. Inhalte der Fächer werden auch in das neu benannte Fach „Übungsunternehmen“ eingehen, damit die Stoffinhalte noch integrativer vermittelt werden können.

ECDL-Führerschein

Seit dem Schuljahr 2007/08 ist unsere Schule als eigenständiges ECDL-Prüfungszentrum anerkannt. Geprüfte Testleiter führen Kurse zum Erwerb des Europäischen Computerführerscheins durch. Das Angebot gilt nicht nur für Schüler und Lehrer unserer Schule, auch Interessenten anderer Schulen dürfen davon Gebrauch machen.

ECDL_2008

Der ECDL gewinnt in der beruflichen Praxis stark an Bedeutung. Immer mehr Firmen sehen darin eine wichtige Zusatzqualifikation, die bei der Auswahl der Auszubildenden den Ausschlag geben kann. Dabei muss der Schüler Prüfungen in den Themenbereichen Betriebssysteme, Excel, Powerpoint und Word bestehen. Das berechtigt ihn zum Erwerb des „kleinen“ europäischen Computerführerscheins. Wer weitere drei Prüfungen in den Bereichen Internet und E-Mail, Datenbanken und EDV-Grundlagen absolviert, darf sich als Besitzer des „großen“ europäischen ECDL betrachten.

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